Autismus- und jetzt? Warum die Diagnose nur der Anfang ist
- Sarah

- 16. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Dez. 2025
Die Erleichterung war groß: Endlich hatte das Ganze einen Namen. Doch mit der Diagnose Autismus öffnete sich nicht etwa das Tor zu einem leichteren Weg – sondern zu einem langen, steinigen Pfad voller neuer Herausforderungen. Im Kopf schwirrte es. Wir haben die Diagnose Autismus- und jetzt?
Wir kamen bereits von einem Weg, der von Hindernissen und falschen Wegweisern geprägt war. Die Hoffnung war groß, dass mit der Diagnose alles einfacher würde. Doch schnell wurde klar: Der neue Weg ist nicht weniger beschwerlich – er ist nur anders.
Dieser Weg verlangt gute Vorbereitung, viel Geduld und die Bereitschaft, sich immer wieder zu informieren und über den eigenen Schatten zu springen. Selbst das Jugendamt riet mir, regelmäßig anzurufen und nachzuhaken, damit mein Anliegen schneller bearbeitet wird. Die Diagnose ist also kein Ziel – sie ist der Türöffner für neue Hilfen, aber auch für neue bürokratische Hürden.
Was nach der Diagnose kommt...
Information an KiTa und Schule
Aber bitte erwartet nicht, dass Erzieher:innen oder Lehrer:innen automatisch Bescheid wissen oder geschult sind!
Pflegegrad
Dieser Antrag geht vergleichsweise schnell und wird bei der zuständigen Pflegekasse gestellt. Tipp: Vorher Notizen machen und sich vorbereiten! Online gibt es Fragebögen zur Selbsteinschätzung.
Behindertenausweis
Hier lohnt es sich, genau zu überlegen, ob und wann dieser sinnvoll ist.
Ergotherapie
Viele Kinder sind bereits angebunden, aber mit der richtigen Diagnose kann gezielter gearbeitet werden. Verhaltensweisen lassen sich besser verstehen und erklären.
Therapie im Autismusinstitut
Antrag auf Kostenübernahme beim Jugendamt (MV) – und dann: Warteliste, mindestens ein Jahr.
Integrationshelfer
Der Antrag auf Eingliederungshilfe beim Jugendamt (MV) ist kräftezehrend. Die Voraussetzungen und Abläufe variieren je nach Bundesland.
Kitawahl und Schulwahl
Welche Einrichtung passt wirklich zu meinem Kind? Eine Frage, die oft unterschätzt wird.
Informationen sammeln
Man lernt nie aus – und das ist auch gut so.
Der unsichtbare Teil des Weges
Und dann ist da noch das, worüber kaum jemand spricht: das ständige Erklären, die Blicke, die gutgemeinten Ratschläge. All das kostet Kraft. Aber es gehört dazu – genauso wie die kleinen Fortschritte, die Hoffnung und die Liebe, die uns antreiben.
Im nächsten Blogartikel geht es um genau das.
Brauchst du Orientierung oder Hilfe beim Sortieren? Dann schreib mir!
Eure Sarah
P.S. Schau dir auch meine anderen Beiträge an.




Kommentare